Wie Du dem Jahresendzeit-Stress entkommst

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Wie Du dem Jahresendzeit-Stress entkommst

Wie Du dem Jahresendzeit-Stress entkommst

Hier ist seit Tagen Dauerregen, es ist grau und kalt. Ich würde am liebsten den ganzen Tag vor dem nicht vorhandenen Kamin sitzen, nicht vorhandene Weihnachtsplätzchen essen und Tee trinken.

Der Natur scheint es ähnlich zu gehen: die Tiere bereiten sich für den Winterschlaf, die Bäume und Pflanzen konzentrieren sich auf ihr Inneres. Bei Menschen ist die tagtägliche Wirklichkeit aber meist eine andere: Jahresendzeit- und Weihnachtsstress lassen November und Dezember zu den hektischsten Monaten des Jahres werden.

Was, wenn einfach zu viele Aufgaben zu erledigen sind, wenn die Zeit nicht reicht, für das, was eigentlich zu tun wäre, wenn der Stress einen überrollt?

Im Englischen gibt es dafür das passende Wort „struggle“. Auf deutsch heißt es kämpfen, sich anstrengen, sich bemühen. „Struggle“ gefällt mir besser, weil es für mich diese drei deutschen Übersetzungen in einem Wort vereint. Wir strampeln verzweifelt im Sumpf oder im Hamsterrad und kommen doch nicht raus und auch keinen Schritt weiter.

Es ist allgemein bekannt, dass inne halten im Sumpf die bessere Taktik ist. Treffend beschreibt es auch folgende Geschichte:

Fragt der Schüler den Meister: „Wie lange meditierst du am Tag?“
Antwortet der Meister: „Jeden Tag eine halbe Stunde. Es sei denn, ich habe keine Zeit.
Dann eine Stunde.“

Wie funktioniert dieser Widerspruch, wo das Problem doch gerade ist, zu WENIG Zeit zu haben? Die Firma Google unterstützt Ihre Mitarbeiter nach diesem Prinzip nach einer eigens entwickelten Methode: „Search Inside Yourself“ – so lautet das Konzept (und auch der Bestsellerstitel) des Google-Veteranen Chade-Meng Tan, in dem er sein Achtsamkeitsprogramm vorstellt, das seit 2007 erfolgreich bei Google praktiziert wird.
Im Klappentext steht: „Die beste Suchmaschine ist unser Geist – und das wichtigste Suchergebnis sind wir selbst.“ Antworten auf die wichtigen Fragen des Lebens finden wir nicht im Außen sondern nur in uns selbst.

Trotzdem: Wie soll das helfen, wenn alles einfach zu viel ist?

Inne halten bringt Dich in einen Moment der Ruhe. An diesem Punkt beginnt ‚Search Inside Yourself’. Selbstbefragung lässt die eigenen Verhaltensmuster und Antriebe erkennen. Hier zeigen sich neue Möglichkeiten und Lösungen, die vorher nicht sichtbar waren. Vor allem aber: Erst von dieser Position heraus lassen sich die relevanten Prioritäten setzen. Dann erst lassen sich die klassischen Zeitmanagement-Methoden anwenden. Das Pareto- oder das Eisenhower-Prinzip zum Beispiel besagen, wenn du dich auf die Dinge konzentrierst, die wichtig, aber nicht dringend sind, erreichst du mit 20 Prozent Einsatz 80 Prozent Output. Auf diese Weise lassen sich die ToDo’s, die Dich ins Hamsterrad bringen, d.h. die Aufgaben, die wichtig und dringend sind, erheblich reduzieren.

Am Ende ist alles eine Frage von Entscheidungen und den Konsequenzen, die wir dann tragen müssen.

Stress entsteht sehr häufig durch ein Entscheidungsdilemma oder durch falsche Entscheidungen. Vor allem, wenn du Ja sagst und NEIN meinst. Die Rückbesinnung auf uns selbst, das Wahrnehmen der Intuition, das ‚Search Inside Yourself’ hilft uns, an den Stellschrauben drehen zu lernen, von denen alles andere, was wir erfahren, nur die Auswirkungen sind. Wenn wir das nicht tun, ist es so, als würden wir uns dabei abkämpfen, den Spiegel zu säubern, statt unser Gesicht zu waschen.

Statt also den Kampf mit den ToDo’s des Tages mit einem Kraftakt anzugehen, ist ‚Search Inside Yourself’ sicher die weniger kräftezehrende und deutlich effektivere Herangehensweise.
Du wirst dort auf ganz neue Lösungen kommen. Vor allem wirst du aus der ohnmächtigen Fremdbestimmtheit in die Selbstbestimmtheit kommen.

Diese Übung hilft dir:

Wenn du dir jeden Morgen mindestens 10 Minuten Zeit nimmst (vielleicht auch erst im Büro, falls es zu Hause nicht möglich ist, siehe auch den Blogbeitrag Morgenrituale), die Augen schließt, atmest und wahrnimmst: zuerst deinen Körper, deine Gedanken und dann deine Empfindungen und Gefühle.
Stelle dir folgende Fragen:

  • Welche Gefühle stecken hinter dem Stress? Das Gefühl, getrieben zu sein, fremdbestimmt zu sein, Ärger, Überforderung, Angst, etwas nicht zu schaffen oder zu versagen, Erwartungen nicht gerecht werden zu können?
  • Was würde passieren, wenn du ‚Nein’ zu einem ToDo sagen würdest?
  • Was passiert, wenn du die Aufgabe nicht machst? Könntest du sie delegieren?
  • Was ist deine Wahrheit, wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist?
  • Was ist dir wirklich wichtig im Leben? Worauf kommt es wirklich an?
  • Was verbirgt sich eigentlich hinter deinem Tun? Was ist der eigentliche Antrieb?

In unserem Seminar „Winter-Rückzug“ am 28.01.2018 werden wir das ‚Search Inside Yourself’ nutzen lernen. Es wird darum gehen, zu erfahren, wie wir an den Kern in uns herankommen, um das Leben von dort aus zu gestalten. Weitere Informationen und die Anmeldung findest du hier.

Seminar am 28.01.201

WINTER: RÜCKZUG

Du lernst in dem Seminar:

  • wie Du mit Zeiten von Stress und Überlastung umgehen kannst,
  • wie Du einen Perspektivwechsel erreichst, der Dich die Umstände anders sehen lässt,
  • wie Du alternative Handlungsmöglichkeiten bekommst, die Dir vorher nicht sichtbar waren,
  • Dich an Dein wahres Selbst und Potenzial zu erinnern,
  • bei Dir selbst anzukommen.
By |2017-11-28T16:59:55+00:0028/11/2017|Arbeit, Krisen bewältigen, Veränderung, Ziele erreichen|1 Comment

One Comment

  1. klebefolien 29. März 2019 at 22:03 - Reply

    Ich habe viel zu viel von dem Stress, es fing damit an das ich eine neue Arbeitsstelle hatte. Seid dem werde ich diesen Stress nicht mehr los. Danke für den Beitrag.

    Lg Lisa

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